Teich im Hospizgarten

„Wie ist das Leben im Hospiz?“

 

Häufig gestellte Fragen und Antworten


1.Meine Mutter ist wegen eines Tumors sterbenskrank. Da ich berufstätig bin, kann ich sie nicht zu Hause pflegen. Oft fühle ich mich auch überfordert mit der Situation. Wie kann ich einen Platz im Hospiz zu beantragen?


Der behandelnde Arzt (Klinik- oder Hausarzt) füllt einen Aufnahmeantrag aus. Den Antrag können Sie hier downloaden und bitte an das Hospiz unter der Nummer 036458/492029 faxen. Das Hospiz leitet den Antrag dann an die Krankenkasse weiter und stellt gleichzeitig einen Antrag auf Kostenübernahme. Die Bearbeitung geht in der Regel recht schnell, laut Vereinbarung mit den Krankenkassen innerhalb von drei Werktagen. Am besten ist es immer, mal persönlich vorbeizukommen. So bekommt man einen ersten Eindruck vom Haus und kann alle Fragen zur Organisation und zum Ablauf stellen. Das hilft auch Berührungsängste abzubauen.

 

2.Welche Kosten kommen auf mich zu? Wie viel übernimmt die Krankenkasse?


95 Prozent der Kosten für die Hospizversorgung übernimmt die Krankenkasse. Die restlichen 5 Prozent bringt der Träger der Einrichtung selbst auf. Das geschieht meist in Form von Zuwendungen und Spenden.


3.Wer arbeitet im Hospiz Bad Berka?


Bei uns arbeiten 15 Schwestern und Pfleger. Unsere Hausdame kümmert sich vor allem um das leibliche Wohl der Bewohner. Dann gibt es noch die Leiterin, eine Reinigungskraft und den Hausmeister. Und unseren Hund. Das Haus hat insgesamt eine Kapazität von 12 Betten.


4. Ich denke seit langem darüber nach, meinen Beruf im Krankenhaus aufzugeben, um als Pflegerin im Hospiz zu arbeiten. Welche Qualifikation sollte ich mitbringen?


Bei uns arbeiten nur examinierte Schwestern und Pfleger. Es ist von Vorteil, zusätzlich eine Weiterbildung „Palliativ Care“ zu absolvieren.


5. Wie lange kann ich im Hospiz bleiben?


Die Kostenbewilligung erfolgt zunächst für 28 Tage. Danach beantragt die Einrichtung eine Verlängerung und die Krankenkasse erteilt erneut eine Kostenzusage.


6.Wie ist die ärztliche Versorgung bzw. Absicherung während des Hospizaufenthaltes geregelt?


In der Regel übernimmt Frau Dr. Lange, aus Bad Berka, die ärztliche Behandlung der Bewohner. Den Hausärzten steht die Möglichkeit der Mitbehandlung zur Verfügung. Zusätzlich kommen Fachärzte in die Einrichtung.


7.Wie ist der Ablauf? Welche Regeln gibt es im Hospiz?


Die oberste Regel bei uns lautet: „Es gibt keine Regeln“. Zumindest was den Alltag und den Tagesablauf unserer Bewohner angeht. Erst mal ankommen und dann sehen und erleben, was passiert. Jeder bestimmt selbst, wie er seinen Tag verbringen will. Wir sind da. Unterstützen, helfen. Machen möglich, was möglich ist.

 

8.Welche Rolle spielen die Angehörigen?


Angehörige spielen im Hospiz eine große Rolle. Sie sind nach dem Bewohner die Handlungsleitenden für unser Versorgungs- und Begleitungsangebot. Schließlich kennen sie den Menschen am besten, wissen was er mag, was ihm gut tut. Auch was er nicht ausstehen kann. Und auch die Angehörigen benötigen Unterstützung und Begleitung. Viele sind verzweifelt, vollkommen überfordert mit der Situation. Da tauchen plötzlich viele Fragen auf, mit denen sie sich allein fühlen. Auch dafür sind wir da.


9.Meine Frau möchte im Hospiz sterben. Gern würde ich im Notfall/ bei Bedarf auch mal über Nacht bei ihr bleiben. Ist das möglich?


Wir haben in Bad Berka zwei Gästezimmer und in den Bewohnerzimmern besteht die Aufbettmöglichkeiten für übernachtende Angehörige. Generell machen wir möglich, was geht.

 

10.Wie gehen Sie mit dem Thema Patientenverfügung um?

 
Die Wünsche und Bedürfnisse unserer Bewohner stehen an oberster Stelle. Das ist Konzept bei uns. Die Patientenverfügung wird daher in jedem Fall eingehalten.


11.Kann ich, wenn ich will, nach Hause?


Eine Entlassung nach Hause ist jederzeit möglich.