Einzelzimmer mit Schreibtisch, TV-Gerät und Sessel

2015

Bad Berkaer Hospiz meistert in diesem Jahr die Spenden-Quote - TA 22.12.2015

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Nachdenkliche Spender - 19.12.2015

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Pioniere der Hospizarbeit - TA 09.05.2015

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Für einen guten Zweck

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2013

Spende für den Hospiz-Freundeskreis TA 25.09.2013

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Sparkassen Bildkalender

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2012

Die Klosterberg-Apotheke unterstützt das Hospiz - Thüringer Allgemeine 12.04.2012

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2011

Wo die Uhren anders ticken - TA & OTZ 10.10.2011

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Von Esther Goldberg

 "Bad Berka. Im Flur brennt eine Kerze. Umrahmt wird sie von Natursteinen. Jemand ist gestorben. Das mit der Kerze, das machen sie im Bad Berkaer Hospiz immer so. Jedem Gestorbenen ein Licht. "Ich bin dankbar, wenn das Sterben gut war", sagt Evelyn Pohl, die Leiterin dieser Einrichtung.

 

Eine runde Sache nennen sie es, wenn jemand leise gehen durfte. Schmerzlos, nahe bei den Angehörigen, mit viel Luft. Luft heißt in diesem Falle Zeit und Raum und Entschleunigung. In dem ersten stationären Thüringer Hospiz, ist die Krankheit zwar der Grund, dass sie kamen. "Aber bei uns steht sie nicht mehr im Mittelpunkt." Nach Wochen oder Monaten oder gar Jahren des Kampfes gegen den Krebs oder andere unheilbare Krankheiten soll es Leben geben für die letzten Tage oder Wochen.

 

Das Treppenhaus ist hell, Sonnenflecken huschen über den Fußboden, der scharfe Wind wirbelt Blätter von den Bäumen an die großen Fensterscheiben des Gebäudes. Durchschnittlich 40 Tage leben die Kranken in dem Haus. Sie sollen es behaglich haben. Und alle Annehmlichkeiten, die ihnen in dieser Phase ihres Daseins noch möglich sind. Manchmal ist das eine Zigarette. Oder das Glas Rotwein. Oder eine Stunde im Freien. Die Zeit dafür ist da. 15 Krankenschwestern und Pfleger arbeiten in diesem Haus. Insgesamt sind sie 20. Für 12 Bewohner.

 

Anika Rothe ist die Leiterin des Pflegedienstes. An diesem Tag hat sie eigentlich frei. Sie ist dennoch gekommen. Weil sie gerade an einer neuen Pflegedokumentation arbeiten. Das geht nicht nebenher. Hier ticken die Uhren anders. Ruhiger. "Nach meiner Ausbildung war ich zunächst bei einem ambulanten Pflegedienst. Viel Zeit blieb mir für die Kranken nicht", sagt sie. Deshalb ging sie fort. Das ist reichlich sechs Jahre her, seither arbeitet sie im Hospiz.

 

Die hier arbeiten, nehmen das Leben gelassener. "Die Bewohner sollen sich noch an kleinen Dingen erfreuen dürfen, auch wenn die großen Dinge nicht mehr zu ändern sind", sagt Evelyn Pohl. Manche erleben erstmals nach langer Zeit wieder schmerzfreie Stunden oder sogar ganze Tage. In dem orangefarbenen Haus mit den großen Fenstern und den Einzelzimmern brauchen sie sich nicht davor fürchten, dass sie lange auf einen Arzt warten müssen. Obwohl das Hospiz dem Heimgesetz unterliegt und also auch kein Arzt angestellt ist. Aber es gibt Dr. Bettina Döring, die Ärztin in eigener Praxis. Fünf Minuten vom Hospiz entfernt arbeitet sie. Einmal in der Woche kommt sie zur Visite. "Aber ich bin nahezu jeden Tag hier", sagt die Allgemein- und Palliativmedizinerin. "In diesem Haus gelten Würde und Achtung noch etwas", spürt sie.

 

Alltagshektik und Hospiz passen einfach nicht zusammen. Schnell noch eine Frage? Nein, jetzt geht nichts mehr schnell. Weil es ans Leben geht. Und um würdeträchtige Stunden für Lebenszeit, die noch geblieben ist.

 

Das Pflegebad ist im Moment unbesetzt. Aber es wird gern genutzt. Im Wasser fühlen sich auch Schwerstkranke wohl. Das gibt mehr Leichtigkeit. Ein CD-Player im Bad bringt jene Musik, die Kranke sich vielleicht gewünscht haben.

 

Im Wohnzimmer wird ein frisch gebackener Kuchen aufgeschnitten. Ein Blechkuchen. Apfel. Das ist nahezu jeden Nachmittag so, dass sie backen. Irgendjemand lacht ganz laut. Zu sehen ist die Frau nicht, eine große Pflanze verdeckt die Sicht. "Lachen gehört dazu. Bei uns gibt es nicht nur das große Weinen." Evelyn Pohl mag diese Vorurteile nicht, von denen die im Hospiz umgeben sind. Ja, wer hierherkommt, hat eine sehr endliche Lebenserwartung. Aber muss deshalb die Trauer in alle Zimmer drücken?

 

Eine Bewohnerin, sie ist erst seit wenigen Tagen da, kommt im Rollstuhl über den Gang. Sie scheint froh, im Hospiz angekommen zu sein. Neugierig schaut sie in das Wohnzimmer. Im Regal stehen einige Bücher, der Fernseher ist an diesem Nachmittag nicht eingeschaltet. Niemand hat daran Interesse. Aber die schöne Terrasse, auf die kämen manche gern noch einmal. Doch nun ist es kalt, regnerisch. Ohne Jacke geht nichts mehr.

 

Leider ist Cora nicht im Dienst. Das ist schade. Die bringt Leben in die Bude. Und ist dennoch im richtigen Moment still. Wer gerade sehr kämpfen muss, würde ihr Spiel nicht wollen. Cora ist halt eine kluge Hündin. Immer, wenn Nico, der Pfleger, Dienst hat, kommt sie mit. Das ist so gewollt. Im Wohnzimmer hat sie ihr eigenes Körbchen. Da liegt sie zusammengerollt und schaut den anderen zu. Oder sie reagiert auf einen leisen Ruf. Weil irgendwer natürlich für sie ein Leckerlie hat.

 

Im Flur hängen einige Bilder. Gemalt von Kindern der Klosterbergschule der Stadt. "Lichtblicke" heißt die Ausstellung. Ein guter Titel. Neben einem der Bilder sitzt ein junger Mann. Er möchte mit niemandem reden. Einer seiner Angehörigen wohnt hier. Lebt noch und wird gehen müssen. Das ist schwer. Aber hier zu sitzen, das tut dem traurigen Mann offensichtlich gut. Angehörige können kommen, wann immer sie wollen. Oder auch in dem Hospiz mit übernachten. Im Gäste- oder im Krankenzimmer. Wie die Familie es mag.

 

Zweimal am Tag sitzen die Schwestern und Pfleger zusammen. Eine Stunde jeweils dauert es, bis diese Dienstübergabe beendet ist. Über jeden Kranken sprechen sie, über Veränderungen, über Sorgen, über Befürchtungen. Und sie reden auch, wie es ihnen so geht mit diesem Tag, der keinem anderen gleicht. Sie gehen leise miteinander um, haben flache Hierarchien.

Sie sind eine Insel, meinen sie. Die Konfrontation mit der Endlichkeit des Lebens macht ein anderes Miteinander, glaubt Evelyn Pohl. Vielleicht ist es aber auch, dass sie ein Sozial-Gen haben, das ihnen diese Arbeit ermöglicht. Empathie ist ein gutes Wort. Im Büro liegen acht Anträge auf einen Hospizplatz in Bad Berka.

Acht sehr endliche Leben auf einen Blick.

 

Die Kerze im Flur brennt am Abend in dem Hospiz immer noch. Sie haben Zeit. Erst, wenn sich die Familie von dem Verstorbenen verabschiedet hat, vielleicht nach 40 Stunden, wird er vom Bestattungsinstitut abgeholt. Wenn das Sterben gut war, sind sie in dem Hospiz irgendwie froh.

 

So fühlen zu können, ist ein Geschenk. "

 

 

„Lichtblicke“ im Hospiz Bad Berka

Am 31. August 2011 wurde im Hospiz Bad Berka eine neue Ausstellung eröffnet. In einem gemeinsamen Projekt mit der Klosterbergschule Bad Berka werden erstmals Schülerarbeiten des Kunsterziehungsunterrichts präsentiert.

Jedes Jahr gestalten die Schüler der Klosterbergschule zu einem bestimmten Thema und mit Hilfe der unterschiedlichsten Techniken kleine Kunstwerke. Die Ergebnisse werden  jährlich für kurze Zeit im Rathaus der Stadt Bad Berka ausgestellt. In diesem Jahr entwickelten die Schüler Projekte zum Thema „Lichtblicke“.

Die Ausstellung „wanderte“ nun erstmalig aus dem Rathaus in das Hospiz Bad Berka. Evelyn Pohl als Hospizleiterin und Frau Schreiber Kunsterziehungslehrerin und Begleiterin des Projekts waren sich schnell darüber einig, dass eine solche Zusammenarbeit beide Seiten gleichermaßen bereichern kann.

Die Eröffnung der Ausstellung fand unter Rücksichtnahme auf den besonderen Ort im kleinen Kreis statt. Die Direktorin der Klosterbergschule Frau Schmidt  sprach in ihren Eröffnungsworten von der Möglichkeit, sich durch Kunst und Kultur zu begegnen. Dass die Arbeiten der Schüler jetzt im Hospiz zu sehen sind kann die Schulleiterin nur begrüßen. Den jungen Menschen die unterschiedlichsten Facetten im Leben aufzuzeigen sei Aufgabe der Schule, auch das Thema Tod und Sterben gehören dazu. Im Gegenzug sollen die Arbeiten der Schüler kleine Lichtblicke sein für die Menschen, die in das Hospiz kommen. Umrahmt wurde die kleine Vernissage von der Rezitation des Textes von Josef Reding – „Ermunterung“, vorgetragen von Schülerinnen der Klosterbergschule.

Die Fotos, Scherenschnitte und Malereien der Schüler sind noch bis zum Jahresende im Hospiz zu sehen. Alle Beteiligten  freuen sich, wenn die Ausstellung Menschen zum Verweilen einlädt und man miteinander ins Gespräch kommt. Im kommenden Jahr wird es auf jeden Fall eine Fortsetzung dieses gemeinsamen Projektes geben, dann mit Arbeiten zum Thema „Menschenbilder“.

 

 

Kneippverein spendet fürs Hospiz - Thüringer Allgemeine 08.06.2011

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Licht in dunklen Tagen - Thüringische Landeszeitung 04.06.2011

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Überaus menschliches letztes Zuhause - Thüringer Allgemeine 04.06.2011

Thüringer Allgemeine/ Weimarer Allgemeine 4.6.2011, S. 2

Das Hospiz hat immer wieder oder immer noch mit dem Umstand zu kämpfen, dass die Themen Sterben und Tod in unserer Gesellschaft tabuisiert sind. Allein der Begriff Hospiz wird von vielen nur mit „Sterbehaus“ übersetzt.
Schön ist es dann für die Leiterin Frau Pohl und ihre Mitarbeiter zu hören, dass Angehörige von Sterbenskranken sich im Hospiz Bad Berka gut aufgehoben wissen, die Pflege und Betreuung als Hilfe und Wohltat bei ihrem schweren Gang empfinden.
Am 4. Juni berichtete in der Thüringer Allgemeinen (Teil Weimarer Allgemeine) ein ausführlicher Artikel über einen Bewohner und über die allgemeine Arbeit des Hospizes.

 

 

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Spenden statt Geschenke an das Hospiz - TA 18.05.2011

Am 18.5.2011 wurde von Jürgen Hotz, Vorsitzender des Verwaltungsbeirats wohnen plus... gGmbH und Rechtsanwalt aus Erfurt eine großzügige Spende an das Hospiz Bad Berka übergeben.

Zum 50. Geburtstag wünschte sich Jürgen Hotz von seinen Gästen statt Geschenken eine Spende für das Hospiz Bad Berka. 1835 Euro sind auf diese Weise zusammengekommen und wurden der Geschäftsführerin vom TWSD wohnen plus..., Frau Henckell, und der Leiterin des Hospiz, Frau Pohl, übergeben. Die Spende wird für die Anschaffung und Erneuerung von Gartenmöbeln verwendet.

Wir danken noch einmal Herrn Hotz herzlich für die Spende.

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